Erloschene Osterfreude (-feuer)?

11. April 2020

Leserbrief an den Westfälischen Anzeiger

In Zeiten von Corona ist alles anders. Die Maßnahmen, die zur Zeit gelten, sind durchaus in Ordnung und der Verhältnismäßigkeit angepasst. Obwohl es von Bundesland zu Bundesland leichte Unterschiede gibt. Dass die Osterfeuer in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden konnten, war jedem klar, nachdem die Kontaktsperren kamen. Deshalb hat man sich seit Mitte März darum bemüht, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Diese kam dann für den Kreis Unna und alle wurden darüber informiert, wann sie ihr Feuer anstecken konnten, und es wurde von allen akzeptiert. Die Vereine hatten sich sofort bemüht, alles nach den Gegebenheiten zu organisieren. Einen Tag bevor die ersten Feuer angesteckt werden durften, kam dann das Nein aus Düsseldorf. Die Begründung ist im WA nachzulesen.

Warum kann man in Düsseldorf in diesem Jahr für die Osterfeuer nicht auch eine Ausnahme machen?

Man hat doch auch andere Gesetze zur Zeit außer Kraft gesetzt, wie z.B. das Versammlungsverbot.

Warum durften denn in Hamm die Osterfeuer angesteckt werden? Vielleicht weil der OB von Hamm das gleiche Parteibuch hat wie Herr Laschet? In Hamm war die Vorgabe der Stadt, Osterfeuer bis zum 31. März abzubrennen.

Wer trägt jetzt die Kosten für die Entsorgung? Die Vereine, die in diesem Jahr schon auf viele Veranstaltungen verzichten müssen aufgrund der aktuellen Lage? Oder die Städte und Kommunen, die auch schon unter den wirtschaftlichen Beeinträchtigungen leiden? Selbst wenn die aufgeschichteten Osterfeuer jetzt weggefahren werden, so verursacht das Kosten und ist ökologisch genauso in Frage zu stellen.

Hier wäre jetzt einmal unsere Heimatministerin Frau Scharrenbach gefragt, die aus dem Kreis Unna kommt und in Düsseldorf aktiv werden darf.

Jörg Grünewald