BÖNEN – Mit einer Gegenstimme hat der Gemeinderat am Donnerstagabend die Nutzungsgebühren für die Sportanlagen in Bönen beschlossen. Der
zuständige Fachbereichsleiter Robert Eisler berichtete den Lokalpolitikern vor der Abstimmung, dass auch mit den Nutzern des
Schießstandes in der Sporthalle der Goethegrundschule eine Einigung erzielt worden sei. Auch dort werden pro Stunde künftig zwei Euro fällig.

SPD-Ratsherr Thomas Köster nahm in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Sport und Kultur Stellung zu der Unterschriftenaktion der drei Bönener Kindertagesstätten. Die Einrichtungen hatten, wie berichtet, im Vorfeld der Sitzung kritisiert, dass sie ebenfalls mit 2 Euro pro Stunde und Halleneinheit zur Kasse gebeten werden sollen. Köster machte deutlich, dass Verwaltung und Politik im Vorfeld versäumt hätten, die Kitas rechtzeitig miteinzubeziehen. „Dennoch sind wir irritiert von der Aktion“, so der Politiker. In der Erklärung der Kitas lese es sich so, als könnten diese ihre Aufgaben aufgrund der Nutzungsgebühren nicht mehr erfüllen, stellte Köster klar. Der SPD-Mann verwies zudem darauf, dass es in den Einrichtungen Mehrzweckräume gebe, die für Bewegungsangebote genutzt werden könnten. „Drei von neun Kitas in Bönen haben zusätzliche Sporthallenstunden. Kommen die anderen sechs ihrem Bildungsauftrag nicht nach?“, fragte Köster kritisch in die Runde. Mit der Aktion der Kitas sei die Gemeinde in Misskredit gebracht worden, war der Ausschussvorsitzende sauer.

Die Sparkasse wird wie bereits berichtet einspringen und die 600 Euro auffangen, die die drei Einrichtungen künftig an den Gemeindekämmerer überweisen müssen.

Die Einwohnerfragestunde am Ende der einstündigen Sitzung nutzte Joachim Zierke, Vorsitzender des Fördervereins der Kita Alter Bahnhof Lenningsen und Wortführer der Aktion, um sich zu äußern. „Wir haben aus der Zeitung erfahren, dass wir zahlen sollen“, sagte Zierke. Für ihn sei die Lösung mit der Sparkasse ein Kompromiss. „Es kann nicht sein, dass Einrichtungen, die einen Bildungsauftrag haben, mit Gebühren belastet werden. Bildungspolitisch finde ich das nicht in Ordnung“, sagte Zierke.

Für versöhnliche Worte sorgte bei der letzten Ratssitzung des Jahres 2013 Bürgermeister Rainer Eßkuchen: „Die Kuh ist vom Eis. Der Rat stellt keine Falle. Die Kinder vom Alten Bahnhof bleiben in der Halle.“ – ute (Quelle WA-Lokales)

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