Antwort auf Leserbrief

2. September 2015

Lange habe ich geschwiegen, Anfeindungen, Lügen und Unterstellungen in Leserbriefen unkommentiert gelassen. Einfach, weil sich die SPD-Bönen mit ihrem Bürgermeisterkandidaten, Robert Eisler auf ihre eigenen Stärken und einen fairen Umgang der Parteien und Kandidaten konzentrieren wollte. Und dies auch in Wahlkampfzeiten. Denn schließlich ist der Wahlkampf spätestens am 13.09. beendet und das Tagesgeschäft ruft. Im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit behindern im Wahlkampf gebildete Fronten die effektive Ratsarbeit da nur.

Der Kandidat des Zweckbündnisses kann sicherlich aus seiner Heimatgemeinde Welver Erfahrungsberichte liefern, wie ein parteiloser Bürgermeister mit einem total zerstrittenen Rat auf der Stelle tritt.

Nach dem Leserbrief von Frau Richter-Rademacher im WA vom 01.09.2015, den die CDU Bönen auch schleunigst auf Ihre Homepage kopierte, muß ich als Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbandes-Bönen nun doch die von Frau Richter-Rademacher in den Raum gestellten Behauptungen so sachlich wie möglich hinterfragen und Stellung hierzu beziehen.

Mir war bisher nicht klar, dass eigentlich doch nachdenkende Menschen und dazu zählte ich bisher auch Frau Richter-Rademacher, sich herablassen und so tun, als ob Bönen kein Ort war und ist, in dem demokratische Regeln herrschen. Das klingt für mich so, als ob wir es hier in einem Ort leben, wo Despotismus und eine Diktatur herrschen und wo es kein Wahlgeheimnis gibt. Das es zu Wahlen immer schon parteiübergreifend Fahrgemeinschaften gab, um mobilitäts-eingeschränkte Menschen zur Wahl zu fahren, scheint ihr auch entgangen zu sein. Am schlimmsten finde ich allerdings, dass sie es wagt öffentlich zu behaupten, dass es so etwas wie Angst von Nicht-SPD-Wählern gäbe, da sie sonst persönliche Nachteile befürchten.– Diesen Gedanken zu hegen und auch noch öffentlich zu machen, grenzt schon sehr an eine unsachliche Verunglimpfung von Mitbürgern mit einer anderen politischen Meinung. Frau Richter-Rademacher scheint die Grenzen politischen Anstandes nicht zu kennen und offenbart einen Umgangsstil, den wir gerade mit Robert Eisler hier in Bönen ändern wollen.

Martin Engnath

SPD-Gemeindeverband

Vorsitzender