Antrag: Sachstand und Aktualisierung des Klimafolgenanpassungskonzepts

2. August 2021

Sachstand und Aktualisierung des Klimafolgenanpassungskonzepts

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Erstellung einer Starkregenkarte

 

Antrag der SPD Fraktion

Sachstand und Aktualisierung des Klimafolgenanpassungskonzepts

Hier: Erstellung einer Starkregenkarte

 

„Das Starkregenereignis Mitte Juli 2021 hat geschätzt ein Viertel der Bönener Haushalte betroffen. Konkrete Zahlen und eine räumliche Eingrenzung wurden von der Gemeinde Bönen bisher nicht erhoben, könnten jedoch Hinweise auf auch zukünftig gefährdete Hochwasserbereiche liefern“, so Dirk Lampersbach Fraktionsvorsitzender der SPD Bönen.

„Gleichzeitig werden heiße und niederschlagsarme Sommer häufiger sein, auf die ebenfalls reagiert hinsichtlich der anzupflanzenden Vegetation, Entsiegelung und Luftschneisen reagiert werden muss. Der Klimawandel lässt sich nicht mehr aufhalten, nur abmildern. Neben Maßnahmen zur Attraktivierung umweltfreundlichen Verhaltens, kleinräumiger Maßnahmen und eines ressourcenschonenden Energieeinsatzes, bedarf es einer umfassenden Vorbereitung der Kommunen, um Großschadensereignissen entgegenzuwirken und Folgen für Menschen und Natur zu verringer“, ergänzt Ute Brüggenhorst für die SPD Fraktion.

Um zu erkennen wo im Bönener Stadtgebiet Gefahren durch Sturzfluten und Starkregen entstehen, fordert die SPD Fraktion die Gemeindeverwaltung auf, eine Starkregenkarte zu erstellen. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Hausbesitzer*innen können die Karte nutzen, um Risiken für ihr Eigentum oder ihre Sachgüter zu ersehen und ggf. Maßnahmen ergreifen.  Darüber bietet die Karte wichtige Informationen für die Bauleitplanung, Raumplanung, Ver- und Entsorgung, Denkmal- und Katastrophenschutz.

In 2019 hat Bönen den Klimanotstand ausgerufen. Ein Klimaanpassungskonzept ist in 2013 erarbeitet worden. Damit hat sich Bönen der Sache schon früh angenommen.

Die Überprüfung des Konzeptes ist ein fortlaufender Prozess. Daher sind neueste wissenschaftliche Empfehlungen aufzugreifen und einzubeziehen, um gezielt Anpassungen priorisiert vornehmen zu können. In diesem Zusammenhang fordert die SPD Fraktion die Gemeindeverwaltung auf, einen Sachstandsbericht zur Maßnahme E-2  auf der Seite 84 des Konzeptes „Kanalisation: Flächendeckender Umbau auf Trennsystem“ zu geben.