Moderne Mobilität für Bönen

25. März 2019

Fahrradfahren ist umweltschonend, preiswert, benötigt wenig Verkehrsraum und ist auf kurzen Wegen unschlagbar schnell. Gesund ist es auch, zumindest dann, wenn der Radfahrende heil an sein Ziel kommt.

Auf Betreiben der SPD hat Bönen in den letzten Jahren viel für den touristischen Ausbau des Wegenetzes getan. Im Zentrum Bönens wird jedoch um den begrenzten Verkehrsraum gerungen. Radfahrer finden keine Infrastruktur vor, die ihren Bedürfnissen entgegen kommt.

Während in Nachbarländern der Radverkehr zunimmt, stockt das Verkehrsvolumen in Deutschland. Viele Wege innerorts könnten bequem mit dem Rad zurückgelegt werden. Dies würde dann den verbleibenden Autoverkehr entlasten.

Das Potenzial in der Bevölkerung ist nicht ausgeschöpft. Junge Erwachsene nutzen selbstbewusst und unerschrocken das Rad, für Kinder und ältere MitbürgerInnen fehlt es jedoch an gefühlter Sicherheit, gerade im Dunkeln. Schlechte Radwege, unübersichtliche Verkehrssituationen oder sonstige Hindernisse schrecken sie bzw. deren Eltern ab.

Ein modernes Verkehrskonzept muss daher für alle Menschen zwischen 8 und 80 Jahren greifen. Ein Radweg muss sicher und attraktiv sein. Ansonsten steigt niemand aufs Rad um. Radwege sollten nicht auf Bürgersteige verbannt werden, zu gefährlich sind hier die Kreuzungsbereiche. Autofahrende missachten hier häufig die Vorfahrt der Radfahrenden, da sie sie erst spät oder gar nicht wahrnehmen.

Protected Bike Lanes – breite Radwege entlang der Hauptverkehrsstraßen, physisch vom Verkehr getrennt und ausschließlich für Radfahrende nutzbar, ist ein solch überzeugendes Konzept. Auf der östlichen Bahnhofstraße wird dies zu prüfen sein – einseitig geführt mit Begegnungsverkehr. So könnte auf der anderen Straßenseite noch Platz für parkende Autos bleiben.

Mit dem Ausbau der Bahnhofstraße haben wir die Gelegenheit allen Verkehrsteilnehmenden gerecht zu werden und nicht mehr das Auto zu bevorzugen. Dann besteht eine gute Chance, dass Stau, Lärm, Feinstaub und Unfälle abnehmen und alle EinwohnerInnen profitieren. Anstatt Parkraum, könnten wir wieder mehr Grün in der City sehen.

Für den Einkauf könnten Leih-Lastenräder von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Eine bessere Verzahnung von ÖPNV, Rad und Auto, um optimal die Mobilitätsträger zu nutzen. Was wir dazu brauchen: Verständnis und Dialog mit BürgerInnen.