Fachkräftemangel in Pflegeberufen

26. November 2019

26.11.2019 Kreis Unna

Pflegefachkräftemangel im Kreis Unna rechtzeitig bekämpfen

SPD-Kreistagsfraktion setzt sich für Schaffung eines „Netzwerks Pflege“ ein

Der Pflegenotstand ist schon jetzt im Kreis Unna spürbar. Zahlen und Daten weisen auf zunehmende Probleme hin. Die Sozialdemokraten im Kreistag Unna setzen sich deshalb dafür ein, mit Hilfe der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) ein „Netzwerk Pflege“ zu schaffen. Akteure aus Krankenhäusern, Wohlfahrtsverbänden und privaten Einrichtungen sollen im Verbund die Möglichkeit haben, sich auszutauschen, gemeinsam auf bereits vorhandenen Aktivitäten aufzubauen und dauerhaft Perspektiven zu entwickeln.

„Gemeinsam ist man stärker“, betont Angelika Chur, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Familie und Gleichstellung. „Der Bedarf wird nicht zuletzt mit Blick auf die demographische Entwicklung zunehmen. Schon jetzt gibt es Situationen, dass ambulante Dienste im Kreis Unna aufgrund akuten Personalmangels Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zumindest auf Zeit vertrösten müssen.“

Die Stärkung der Pflege in all ihren Formen, ihre Einbindung ins Quartier und die Verzahnung von stationären und ambulanten Leistungen, bezeichnet die Sozialdemokratin als gesellschaftspolitische Aufgabe und ganz große Herausforderung der Zukunft. „Die können wir nur meistern, wenn es uns gelingt, ausreichend Nachwuchs zu gewinnen und die Rahmenbedingungen des Pflegeberufs so zu gestalten, dass die Beschäftigten auch langfristig dort bleiben können. Dazu müssen wir an einem Strang ziehen.“

Wenn es darum geht, Akteure einer Branche erfolgreich zusammenzuführen und gemeinsames, initiatives Handeln zu fördern, hat die WFG einige Erfahrung vorzuweisen. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk NIRO, in dem knapp 70 Unternehmen aus Maschinenbau, Metall- und Industrieelektronik zusammengeschlossen sind, um seit nunmehr 13 Jahren vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. „Das sollte uns ermuntern, ebenfalls diesen Weg zu gehen und unsere Kräfte in einem Netzwerk zu bündeln“, so Angelika Chur. Überlegt wird konkret die Gründung eines Vereins.

 

SPD Kreistagsfraktion